Rügens Norden

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Kategorie: Land & Meer
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Wittow/Kap Arkona

Hallo Liebe Rügenfans,

heute möchte ich Euch in den Norden der Insel, auf die Halbinsel Wittow, entführen.

Die früher "Wittmund" genannte Halbinsel Wittow ist der nördlichste Teil Rügens. Sie hat den Beinamen „Windland“, da dort meist eine frische Brise weht. Landschaftlich findet man im Norden die Steilküste und im Süden eine flache Boddenlandschaft vor. Ganz im Westen befindet sich der längste Sandhaken Rügens mit einer Länge von 8 km und einer Breite von etwa 1,5km, aber er ist nicht öffentlich zugänglich. Ein Teil der Halbinsel liegt im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.  Auf der Halbinsel gibt es die Gemeinden Altenkirchen, Breege- Juliusruh, Dranske, Putgarten und Wiek von denen wir kurz auf Altenkirchen und Breege- Juliusruh eingehen wollen. In Altenkirchen finden sie bei einem Spaziergang alte Backsteinbauten und reetgedeckte Katen vor. Sehenswert ist dort die Pfarrkirche aus dem 12. Jahrhundert. Sie zählt zu den ältesten und bekanntesten von Rügen. Besonders hervorzuheben ist, dass dort Steine aus der Jaromarsburg von Kap Arkona verwendet wurden.

In Breege-Juliusruh sehen sie wunderschöne Kapitänshäuser, die von der Seefahrertradition des Ortes künden, am Ortsrand lassen sich Reste der Schwedenschanze von 1759 besichtigen. Sie finden in diesem Ort eine vielschichtige gastronomische Szene, von Restaurants und Cafés bis zu Fischgaststätten.

Der nördlichste Punkt Wittows ist der Gellort, wo sich der Siebenschneider Stein, der 4. größte Findling Rügens befindet.

Die Hauptattraktion auf der Halbinsel Wittow ist wohl das allgemein bekannte und beliebte Kap Arkona. Es liegt 45 Meter über der Ostsee und bietet von den Leuchttürmen aus einen herrlichen Ausblick auf die Ostsee. Etwas abseits steht der Peilturm, in dem Fundstücke der Ausgrabungen vom Inneren der Wallanlagen der Jaromarsburg ausgestellt sind. Die Jaromarsburg war vom 6.-12. Jahrhundert Kultstätte der Ureinwohner Rügens, der slawischen Ranen. Über die Jahrhunderte sind leider Großteile des Walls in die Ostsee gestürzt.

Mit dem Auto ist das Kap Arkona nicht zu erreichen, es muss auf einem großen Parkplatz vor Putgarten abgestellt werden. Die restlichen 2,5 km legt man zu Fuß, mit dem Fahrrad, der Kutsche oder der Arkona-Bahn zurück.

Etwa 1,5 km vom Kap Arkona entfernt liegt das winzige Fischerdorf Vitt, wo die etwa 30 Einwohner in 13 Reetdachhäusern leben. Das autofreie Dorf steht unter Denkmalschutz und es empfiehlt sich das Dorf morgens zu besuchen, wenn die Fischer frischen oder geräucherten Fisch anbieten und das Dorf noch nicht so sehr von Touristen überfüllt ist.

Ich freue mich, dass sie die Artikel bis hierher gelesen haben und hoffe sie konnten den einen oder anderen Tipp mit auf ihre Reise nehmen.

Es grüßt sie herzlich Romy